
Egal ob Sie Nordic Walking gerade erst für sich entdeckt haben,
ein fitter Freizeitsportler sind oder gar Wettkämpfe bestreiten: Pulsuhren sind
immer ein nützlicher Trainingspartner. Nordic walker sagt Ihnen, welcher
Pulsmesser zu wem passt.
Die Meinung, ein Training mit Herzfrequenzmesser
sei nur etwas für Leistungssportler, ist verbreitet. Gerade Sporteinsteiger
argumentieren gerne mit Aussagen wie „Ich bin doch kein Profi!“ oder „Das bringt
mir doch nichts!“. Nach neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen ist das
jedoch ein Fehler. Vor allem weniger gut trainierte Menschen sollten ihren Puls
kontrollieren. „Nur so kann man sich effektiv vor Überbelastung schützen“, weiß
Helge Knigge, Sportmediziner an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Und das
gilt auch für Nordic Walker. „Obwohl die körperliche Belastung beim Nordic
Walking oft als relativ niedrig empfunden wird, besteht für Einsteiger die
Gefahr, sich zu hoch zu belasten“, so der Herz-Kreislauf-Experte. Aber auch
fitness- oder leistungsorientierte Sportler profitieren von der Pulsmessung am
Handgelenk. Sie ermöglicht Ihnen ein Training im optimalen Bereich, den Entwurf
eigener Trainingspläne und anschließend sogar die Auswertung von
Belastungsdiagrammen am Computer. Da jeder Sportler andere Trainingsziele
verfolgt, lohnt es sich jedoch, vor dem Kauf einer Pulsuhr immer erst abzuwägen,
welche Funktionen hierfür sinnvoll sein könnten.
Perfekte
Kontrolle
Einsteiger brauchen sicherlich kein Profigerät mit zahlreichen
Extra-Funktionen, die sie später vielleicht noch nicht einmal zu bedienen
wissen. Umgekehrt wird es einem ambitionierten Leistungssportler nicht
ausreichen, wenn das Modell neben der aktuellen Herzfrequenz (HF) gerade noch
die Uhrzeit anzeigt. Für Einsteiger ist es zunächst wichtig, ein
Kontrollinstrument zum Schutz vor Überbelastung am Handgelenk zu haben. „Die
wichtigsten Funktionen einer Pulsuhr sind neben der aktuellen Herzfrequenz eine
einstellbare Ober- und Untergrenze für die persönliche Trainingsintensität“, so
Knigge. Praktisch ist dabei ein akustischer Warnton, der den Nordic Walker
darauf aufmerksam macht, wenn er seinen optimalen Trainingsbereich
verlässt.
Leider verzichten viele Hersteller bei günstigeren
Einsteiger-Geräten auf eine codierte Signalübertragung vom Sender (Brustgurt)
zum Empfänger (Uhr). Diese verhindert, dass auf dem Display die HF des
NW-Partners erscheint. Da aber Einsteiger oft in Gruppen und Kursen unterwegs
sind, wäre hier eine codierte Übertragung besonders angebracht. Des Weiteren ist
im Einsteiger-Bereich auf einfache Menüführung und leichte Bedienung zu
achten.
Weniger Gewicht
Viele Nordic Walker wollen in erster
Linie überschüssige Pfunde loswerden. Hierfür bieten mittlerweile fast alle
Hersteller spezielle HF-Messer an, die mit einer Kalorienanzeige ausgestattet
sind. Doch hier warnt der Fachmann: „Das ist mit Sicherheit ein nettes Feature,
aber wirklich aussagekräftig sind diese Berechnungen nicht“. Da der
Kalorienverbrauch individuell sehr unterschiedlich ausfällt, können diese Werte
nicht eindeutig gemessen werden. Solche Angaben sind daher nur als ein
Annäherungswert zu betrachten.
Bessere Fitness
Nordic Walker,
die vornehmlich ihre Leistungsfähigkeit verbessern oder aber halten wollen,
benötigen schon etwas mehr an Grundausstattung. Einfache Analyse-Funktionen, wie
maximale und durchschnittliche HF, sowie eine Anzeige des jeweiligen
Trainingsbereichs in Prozent oder Zeit sind durchaus zu empfehlen. Wer sich
zunehmend steigern will, braucht eine Stoppuhr. Fällt das Training auch mal in
die Abendstunden, ist der Sportler mit einem beleuchteten Display gut bedient.
Ein Gerät, das einen Fitnesstest durchführt, kann ebenfalls interessant sein. So
lässt sich der Trainingszustand kontrollieren.
Maximale
Leistung
Viele Pulsuhren sind wahre Wunderwerke moderner Technik. Sie
besitzen unzählige Funktionen und zuweilen auch Bedienungsanleitungen, die fast
so dick sind wie Tolstois Romanwälzer „Krieg und Frieden“. Dementsprechend lange
dauert es allerdings auch, sich durch die Menüführung zu arbeiten. Wer nicht
wirklich dem Leistungssport verfallen ist und keine technische Herausforderung
sucht, sollte auf solch ein Hightech-Gerät lieber verzichten. Denn manchmal ist
es schon schwer, einfachste Informationen abzurufen, wenn man die
Tastenkombination vergessen hat. Wer sich hingegen professionell auf Wettkämpfe
vorbereitet oder seine Leistungsentwicklung zu Hause am Computer analysieren
will, kann auf tatkräftige Unterstützung moderner Pulsmessgeräte bauen: Codierte
Signalübertragung, Geschwindigkeitsanzeige und Distanzmessung sind mittlerweile
ebenso Standard wie Intervalltimer, Trainingstagebuch, Computer-Analyse und
elektronischer Datenaustausch. Für alle, denen es trotz hochgesteckter
Trainingsziele an der nötigen Disziplin mangelt, gibt es sogar Modelle, die den
Benutzer daran erinnern, wann die nächste Einheit fällig ist. Wer diese sausen
lässt, bekommt beim nächsten Mal von seinem elektronischen Konditionstrainer
eine Straflektion aufgebrummt – wie es sich für einen „Schleifer“
gehört.
Welche Pulsuhr für welchen Einsatzbereich?
|
Einsatzbereich |
Einstieg |
Gewicht |
Fitness |
Wettkampf |
|
Wichtigste |
HF-Anzeige, Einstellbare HF-Grenzwerte, Uhrzeit, Große Display-Anzeige, Codierte Signalübertragung, Einfache Menüführung |
Ober- und Untergrenze für individuellen Trainingsbereich, Kalorien-Anzeige, Fettverbrennungs-Anzeige, Gewichts-Management, Gewichts-Tagebuch, Trainings-Tagebuch, Ernährungs-Tagebuch, individueller Trainingsbereich, Body-Maß-Index (BMI) |
Einfache Analysefunktionen, wie durchschnittliche und maximale HF, Berechnung der unterschiedlichen Trainingszielzonen, Fitnesstest, Stoppuhr, Beleuchtetes Display, Trainingsdaten-Speicher, Schrittzähler, Persönliches Trainingsprogramm: gibt vor, wie oft, wie lange und mit welcher Intensität Sie trainieren müssen |
Datenübertragung und Trainingsanalyse für PC, Erholungsmesser, Zwischenzeiten, Laufgeschwindigkeit, Distanzmessung, Höhen- und Aufstiegsmesser, Temperatur-Anzeige, Intervall, Kurvendiagramm, Mobiler Datenaustausch, Messung des Entspannungszustands, Trainingsdaten-Speicher, Trainingstimer: wann die nächste Einheit fällig ist |
|
Modelle |
Beurer: PM 20 Ciclosport: CP 8+ Chung Shi: Coach Woman Nike: Triax C3 Omni: LumiTrac Zero Polar: FS 3c Sigma: Onyx Easy |
Beurer: PM 40 Ciclosport: CP 12c Chung Shi: Body Coach Omni: UniTrac One Polar: WM 41/42 Sigma: Onyx Fit Suunto: T1 |
Beurer: PM 55 Ciclosport: CN 18 Chung Shi: Pro Omni: LumiTrac Two Polar: F 11 Sigma: Onyx Pro Suunto: T3 |
Beurer: PM 80 Ciclosport: Hac 5 Polar: F 55 Suunto: T4 |
|
Preise |
Ca. 40 bis 70 Euro |
Ca. 50 bis 100 Euro |
Ca.70 bis 150 Euro |
Ca. ab 150 Euro |
Quelle: Nordic walker 2/2007, Lothar Schiffner
© 1997- Wicker-Gruppe |
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Aktualisiert am 07.01.2010