Fit werden mit System, Nordic Walking
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Fit werden mit System

Ziele zu haben ist schon mal gut. Viel besser jedoch, sie auch zu realisieren. Wenn`s um die eigene Fitness geht, fällt das oft schwer. Mit ein paar Tricks schaffen Sie es leichter.

Wenn sich ein Jahr verabschiedet und das neue an die Tür klopft, dann ist sie mal wieder gekommen – die Zeit der guten Vorsätze. Das Rauchen aufgeben, sparsamer werden, netter zu den Kollegen sein ….All diese hehren Ziele können Sie wunderbar mitten im Winter anstreben. Aber: Wenn es um Ihre Fitness geht, ist der Frühsommer die beste Zeit, um gute Vorsätze in die Tat umzusetzen. Schließlich fällt es viel leichter, mit den Stöcken loszuziehen, wenn die Sonne die Nase kitzelt. Und der Anreiz, mit der längst geplanten Diät zu beginnen, ist größer, wenn knappe Tops locken. Egal, ob Sie schneller oder kräftiger werden möchten oder ob einfach ein paar Pfunde purzeln sollen – fangen Sie jetzt an. Mit den folgenden Strategien klappt es sicher.

1. Schweinehund wird Kuscheltier

Was allgemein unter dem Begriff „innerer Schweinehund“ bekannt ist, wird in der Psychologie viel positiver als „emotionale Intelligenz“ bezeichnet. Unser Gehirn verbindet jede Situation mit bestimmten Gefühlen, mit positiven und negativen. Hatten Sie zum Beispiel beim ersten Nordic-Walking-Versuch gerade Rückenschmerzen oder mussten sich einen blöden Spruch anhören, so verbucht Ihr Gehirn das nordische Gehen gekoppelt mit einem negativen Gefühl. Andersherum: Essen wird in der Regel mit Genuss und angenehmen Emotionen abgespeichert. Darum sind Diäten so schwierig einzuhalten, selbst wenn man dabei nicht hungern muss. Etwas zu tun, was mit einem schlechten Gefühl verbunden ist, erzeugt Widerwillen, der „innere Schweinehund“ meldet sich. Genau so ist es, wenn Sie etwas lassen möchten, was im Gehirn mit einem Pluszeichen versehen ist. Der Trick: Koppeln Sie einfach neue Gefühle an Ihr Fitness-Vorhaben. Für jede eingehaltene Diätwoche gönnen Sie sich einen Kinobesuch oder etwas anderes Schönes. Nach der ausgedehnten sonntäglichen NW-Tour lassen Sie einen gemütlichen Lesenachmittag folgen. Auf diese Weise erziehen Sie Ihren „inneren Schweinehund“ um, und er wird sich bald nicht mehr melden.

2. Realistische Ziele

Nehmen Sie sich nie mehrere Ziele auf einmal vor, und achten Sie darauf, dass sich Ihr Fitness-Vorhaben auch realisieren lässt. Wer von vornherein weiß, dass er ohnehin nicht dazu kommt, vier Mal in der Woche zu laufen, sollte sich dieses Ziel auch nicht setzen. Sonst ist die Enttäuschung schon vorprogrammiert. Entwerfen Sie am besten einen schriftlichen Fitness-Plan, in dem Sie ganz realistisch festhalten, wann Sie was tun wollen und können.

3. Der richtige Zeitpunkt

Starten Sie Ihr Fitness-Projekt immer zu einem Zeitpunkt, zu dem es Ihnen besonders leicht fällt. Laufprogramme sind in Frühjahr und Sommer beispielsweise besser durchzuhalten als in der kalten Jahreszeit. Achten Sie auch darauf, dass Sie sich beim Start Ihres Fitness-Programms wohl fühlen, nicht zu viel Stress im Beruf oder schwer wiegende private Probleme haben. Wer in ohnehin schwierigen Zeiten mit neuen Projekten beginnt, ist schnell überfordert.

4. Das eigene Kopf-Kino

Viele Fitness-Vorsätze scheitern allein an der Überzeugung. „Das klappt ja sowieso nicht“ oder „Das halte ich wieder nicht durch“, und ähnliche pessimistische Einstellungen stehen Ihnen von Anfang an im Weg. Verabschieden Sie sich von diesen Prophezeiungen, damit sie sich nicht von selbst erfüllen. Stattdessen malen Sie sich ganz genau aus, was Sie erreichen wollen und wie toll es sein wird, wenn Sie es geschafft haben. Lassen Sie Ihren ganz persönlichen Fitness-Film in Ihrem Kopf-Kino an sich vorüberziehen. Übertreiben Sie dabei ruhig ein wenig, machen Sie sich selbst zum Star. Gut: Suchen Sie sich einen Duft aus, den Sie gern mögen, und atmen Sie ihn ein, wann immer Sie intensiv an Ihr Ziel denken. Nach einer gewissen Zeit wird allein dieser Geruch augenblicklich das positive Bild, das Sie von sich selbst entworfen haben vor Ihrem inneren Auge entstehen lassen.

5. Seien Sie großzügig

Verbissenheit ist ein schlechter Ratgeber. Natürlich sollten Sie Ihren Fitness-Plan einhalten, denn nur die Regelmäßigkeit bringt Erfolge. Aber: Machen Sie sich keine Vorwürfe, wenn Sie einen Tag Ihr Training „schwänzen“ oder doch mal ein Stück Kuchen essen. Na und? Das ist ja nicht das Ende Ihres Programms, und Sie sind deshalb auch keine Niete. Sie haben mal kurz unterbrochen, jetzt setzen Sie Ihr Vorhaben fort. Gehen Sie mit sich selbst nie zu streng um. Können Sie sich daran erinnern, dass Sie als Kind immer am wenigsten Lust zu den Dingen hatten, die Ihre Eltern mit Strenge von Ihnen gefordert haben? Also!

6. Immer in kleinen Schritten

Es gibt Tage, an denen Sie einfach mies drauf sind. Beim Nordic-Walking-Training zeigt sich das zum Beispiel dadurch, dass Sie nicht in den richtigen Laufrhythmus kommen, die Stöcke immer wieder wegspringen  und die Kondition zu wünschen übrig lässt. Das nervt und macht schlechte Laune. Nehmen Sie sich Ihre miese Stimmung nicht übel, und überfordern Sie sich nicht. Einen schlechten Tag hat jeder mal. Wenn es nicht so läuft, machen Sie öfter mal eine Pause, schauen Sie sich an, was es um Sie herum Schönes zu sehen gibt, und entspannen Sie sich. Denken Sie immer daran: Ein wenig bringt mehr als gar nichts.

Es gibt kein schlechtes Wetter…
So entschärfen Sie Ihre Ausreden

Ausrede Nr. 1: „Ich habe für Sport zu wenig Zeit“!“
Nein! Ein kurzes Training ist besser als gar keins!

Ausrede Nr. 2: „Ich werden nie ein guter Sportler!“
Gilt nicht! Sie sollen Spaß beim Training haben und keine Spitzenleistungen bringen. Schließlich geht es um Fitness, nicht um Olympische Spiele.

Ausrede Nr. 3: „Das Wetter ist heute zu schlecht!“
Na und? Dann ziehen Sie sich eben einfach entsprechend an!

Ausrede Nr. 4: „Mir geht`s eigentlich auch ohne Sport ganz gut!“
Schön! Aber wie viel besser würde es Ihnen erst gehen, wenn Sie Sport treiben würden? Sie können das nur feststellen, wenn Sie mit dem Training anfangen.

Ausrede Nr. 5: „Mein Partner ist sauer, wenn ich ständig zum Sport gehe!“
Dann nehmen Sie ihn doch einfach mal mit!

Ausrede Nr. 6: „Ich bin schon zu alt, um noch anzufangen!“
Unsinn! Sofern Sie gesund sind und sich wohl fühlen, können Sie mit sanften Sportarten wie Nordic Walking in jedem Alter beginnen.

Ausrede Nr. 7: „Ich bin nach der Arbeit zu erschöpft!“
Sicher, aber auf einer NW-Tour können Sie wunderbar Stress abbauen.

Quelle: Nordic Walker 3/2006, Andrea Martens

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